Aktuelles

Mehr Bewegung für Patienten mit Kopf-Hals-Tumoren

Universitätsmedizinen Rostock und Greifswald mit gemeinsamer Pilotstudie

Studienergebnisse zeigen: Sport und regelmäßige Bewegung tragen dazu bei, die körperliche Leistungsfähigkeit und das Selbstbewusstsein nach einer Krebsbehandlung zu stärken und Therapienebenwirkungen zu lindern.

In einer Pilotstudie der Universitätsmedizinen Rostock (UMR) und Greifswald (UMG) soll nun untersucht werden, in welchem Umfang und in welcher Intensität Patienten mit Kopf-Hals-Tumoren im Alltag aktiv sind. Ziel ist es, bei 35 Probanden Alltagsaktivität mittels tragbarer Messgeräte (Akzelerometer) zu erfassen. Das Kooperationsprojekt wird vom Verbund Norddeutscher Universitäten (VNU) im Rahmen des VNU-Programms „Impuls Forschung“ gefördert.

Die Ergebnisse der Pilotstudie bilden die Grundlage für weitere gemeinsame Forschungsvorhaben. So besteht wenig Wissen dazu, wie Sport- und Bewegungsangebote ausgestaltet sein müssen, um von Patienten mit Kopf-Hals-Tumoren möglichst langfristig im Lebensalltag umgesetzt zu werden. Die Forschungsarbeit trägt dazu bei, dies zu ändern.


Selbstgenähte Glückskissen für Krebspatienten

Freie Schule Güstrow spendet an Hämatologie/Onkologie

84 Glückskissen nähten die Schüler der Freien Schule Güstrow für Krebspatienten der Hämatologie und Onkologie der Universitätsmedizin Rostock. Wir bedanken uns herzlich bei den Jugendlichen, die in ihrem Nachmittagsnähkurs mit viel Kreativität genäht haben. Diese Kissen sollen unseren Patientinnen und Patienten in dieser schweren Zeit etwas Trost spenden. Das Projekt gibt es bereits seit 9 Jahren. Insgesamt wurden seitdem 500 Glückskissen genäht. Stoffe, Garn und Bänder konnten Dank der NDR-Aktion "Hand in Hand für Norddeutschland" und der Krebsgesellschaft Mecklenburg-Vorpommern gekauft werden. 2017 wurde das Projekt von der Ehrenamtsstiftung Mecklenburg-Vorpommern ausgezeichnet.


Spendenaktion "Onko-Mütze"

Wir bedanken uns herzlich, auch im Namen unserer Patientinnen und Patienten, für diese wundervolle Spende zu Weihnachten!


Stiftung unterstützt Wissenschaftler-Team unter der Leitung von PD Dr. rer. nat. Claudia Maletzki

Dr. Claudia Maletzki erforscht mit ihrem Team eine spezielle Immuntherapie gegen Krebs. Ihre wissenschaftliche Arbeit wird mit rund 37.000 Euro von der Brigitte und Dr. Konstanze Wegener-Stiftung gefördert. Speziell geht es um die häufigste Form des erblichen Darmkrebses, das sogenannte Lynch-Syndrom. Bei betroffenen Menschen ist das Risiko in ungewöhnlich jungen Jahren bis ins hohe Alter sehr groß, an einem oder mehreren Tumoren zu erkranken.

Eine vielversprechende Behandlung ist die Immuntherapie. Sie bewirkt, dass das Immunsystem des Patienten die Krebszellen erkennt und angreift. An diesem Punkt setzt die Forschung von Dr. Claudia Maletzki an: „Wir arbeiten mit zwei genetischen Modellen und entwickeln verschiedene immuntherapeutische Strategien.“ Es geht darum, die Wirkungsmechanismen besser verstehen, um eine verbesserte und individualisierte Therapie zu entwickeln. Auf lange Sicht sollen die Forschungsergebnisse den Darmkrebspatienten an der Universitätsmedizin zugutekommen.


Forschungspreis der Krebsgesellschaft M-V e. V. für Dr. phil. Sabine Felser

Wir gratulieren Dr. Sabine Felser herzlich zum Forschungspreis 2021, den die Krebsgesellschaft Mecklenburg-Vorpommern e. V. jährlich zur Förderung von Forschungsvorhaben in Mecklenburg-Vorpommern ausschreibt. Den mit 17.500 € dotierten Preis erhält die Sportwissenschaftlerin zur Durchführung ihres Projektes „Akute Effekte mentaler Ermüdung auf den Gang in Abhängigkeit der Cancer-related Fatigue (CrF-Gait-Studie)“. Insgesamt wurden 13 Anträge durch ein Expertengremium begutachtet. Die Urkunde wurde am 25. August 2021 persönlich durch den Geschäftsführer der Krebsgesellschaft M-V, Herrn Professor Ernst Klar, überreicht. Die offizielle Bekanntgabe der Ehrung erfolgte im Rahmen der Mitgliederversammlung am 26. August 2021.


Zentrum für hämatologische Neoplasien - Bestmögliche und ganzheitliche Betreuung von Krebspatienten

Dr. Christina Große-Thie, Sprecherin des Zentrums für hämatologische Neoplasien, und Zentrumskoordinator Dr. Christoph Wittke halten stellvertretend für das ganze Team die Zertifizierungsurkunde in den Händen.

Bösartige Erkrankungen des Blutsystems wie beispielsweise Leukämie und Lymphknotenkrebs gehören zu den häufigsten Krebserkrankungen. Sie werden unter dem Begriff „Hämatologische Neoplasien“ zusammengefasst und stellen eine ernste und einschneidende Diagnose für die Betroffenen dar. Umso wichtiger ist die bestmögliche Therapie nach den aktuellsten Erkenntnissen und neuesten Behandlungsstandards. Das Zentrum für hämatologische Neoplasien der Universitätsmedizin Rostock ist dafür jetzt als erstes Zentrum in Mecklenburg-Vorpommern von der Deutschen Krebsgesellschaft zertifiziert worden. Dieses Gütesiegel wird für solche Zentren erst seit dem Jahr 2020 vergeben. „Die Zertifizierung ist für uns Auszeichnung und Ansporn zugleich“, sagt Dr. Christina Große-Thie, stellvertretende Direktorin der Klinik für Hämatologie, Onkologie und Palliativmedizin und Sprecherin des Zentrums. Bis sie und das Team die Zertifizierungsurkunde in den Händen halten konnten, waren es gut sechs Monate zusätzliche Arbeit. „Das war es wert. Die höchste Behandlungsqualität ist unser Anspruch als Universitätsmedizin und wir möchten uns immer weiter verbessern“, so Große-Thie. „Die Anforderungen an ein Zertifikat der Deutschen Krebsgesellschaft sind hoch. Wir haben bestehende Abläufe hinterfragt, angepasst und standardisiert“, ergänzt ihr Kollege und Zentrumskoordinator Oberarzt Dr. Christoph Wittke. Dazu zählen sozialmedizinische Aspekte einer Behandlung wie die frühzeitige Einbeziehung des Sozialdienstes, ein etabliertes Qualitätsmanagementsystem, Angebote für einen Fertilitätserhalt bei jungen Patienten und regelmäßige Fortbildungen für Pflegekräfte und Mediziner. Die Patientenfälle werden in interdisziplinären Tumorkonferenzen gemeinsam mit Experten aus Radiologie, Strahlentherapie, Pathologie und vielen weiteren Partnern beleuchtet. „Da die Universitätsmedizin auch viele neue Therapieverfahren zur Verfügung hat, welche zum Teil noch in Studien untersucht werden, kommt diesen Konferenzen besondere Bedeutung zu. „All das kommt unseren Patienten zugute und durch die eingespielten Abläufe auch allen Kollegen“, sagt Wittke.

Eine Krebserkrankung ist eine Herausforderung für die Erkrankten und ihre Angehörigen. Neben der Behandlung nach dem neuesten Stand der Technik und Forschung profitieren Sie im Zentrum für hämatologische Neoplasien von einer Unterstützung in allen Lebensbereichen. Durch ihr Zertifizierungssystem möchte die Deutsche Krebsgesellschaft die Betreuung onkologischer Patienten verbessern und ihnen in jeder Phase ihrer Erkrankung eine Behandlung ermöglichen, die sich an hohen Qualitätsmaßstäben orientiert.


Welche Formen von Sterbehilfe gibt es?

Sendung: Nordmagazin | 23.11.2020 | 19:30 Uhr

OÄ Dr. med. Ursula Kriesen zu Gast beim Nordmagazin


Flur-Konzert auf Station 1/2

"Musik heilt, Musik tröstet, Musik bringt Freude." (Yehudi Menuhin)

Am 14. November 2019 um 16:00Uhr wurde der Flur unserer Station 1/2 Onkologie für unsere Patienten zum Konzertsaal. Als Teil der diesjährigen NDR-Benefizaktion "Hand in Hand für Norddeutschland" veranstaltete der gemeinnützige Verein "Yehudi Menuhin Live Music Now" ein Flur-Konzert auf unserer Station. Für etwa 45 Minuten schufen die beiden Studentinnen der Hochschule für Musik und Theater Rostock, Nora Shekyan (Violine) und Sushan Gahzaryan (Gitarre), eine ganz besondere Atmosphäre. Sie präsentierten u. a. Musikstücke wie Paganini's Sonate Concertata für Gitarre und Violine, Saint-Saëns' Schwan aus dem Karneval der Tiere und den Säbeltanz von Khachatryan. Der Verein "Yehudi Menuhin Live Music Now", der bundesweit mittlerweile in 20 Städten vertreten ist und ausschließlich ehrenamtliche Mitarbeiter beschäftigt, fördert junge, hochbegabte Musikstudenten und organisiert eintrittsfreie Konzerte für Menschen in Krankenhäusern, in Seniorenheimen, in unterschiedlichsten Begegnungsstätten und in Wohneinrichtungen für Behinderte, Alte und Junge, für Kranke und Sterbende sowie in Förderschulen und Gefängnissen. Yehudi Menuhin's Idee war es, die Musik auch zu Menschen zu bringen, die aufgrund ihrer Lebensumstände nicht in Konzertsäle gehen können. Wir bedanken uns bei den beiden Musikerinnen für das wundervolle Konzert, beim Rostocker Verein für die Organisation und bei der Krebsgesellschaft Mecklenburg-Vorpommern für die Einreichung des Projekts beim NDR "Hand in Hand für Norddeutschland".