Aktuelle Studien

Bewegungstherapie an Geräten unter real-life Bedingungen

Titel: Auswirkungen einer Onkologischen Bewegungstherapie an Geräten auf die Lebensqualität onkologischer Patienten

Projektleitung: Dr. phil. Sabine Felser, stellvertretend OÄ Dr. med. Christina Große-Thie

Ethikvotum: A 2020-0211

Rekrutierung: 10/2020 – 09/2023

Entitäten: keine Einschränkungen

Voraussetzung(en):

  • Männer und Frauen ≥ 18 Jahre,
  • aktuell oder in den vergangenen 24 Monaten eine endstellig kodierte Diagnose gemäß ICD: C00* - C97* Bösartige Neubildungen
  • beherrschen der deutschen Sprache in Wort und Schrift,
  • Patient muss körperlich und psychosozial dazu in der Lage sein, an dem Versorgungsmodell teilzunehmen (Unbedenklichkeitsbescheinigung vom geschulten Arzt)

Hintergrund und Ziel der Studie: Bei der onkologischen Bewegungstherapie an Geräten erfolgt die Trainingsplanung (u. a. Festlegung der Trainingsinhalte, Intensitäten) anhand eines  nebenwirkungsorientierten Ansatzes, basierend auf dem aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen. Zu berücksichtigen ist dabei, dass viele Studien entitätsspezifisch durchgeführt wurden und die Aussagen kaum entitätsübergreifend interpretiert werden können. Die onkologischen Bewegungstherapie soll aber möglichst allen Krebspatienten als bewegungstherapeutische Behandlung zur Verfügung gestellt werden. Zudem wird in der Regel in der Rehabilitation entitätsübergreifend gearbeitet. D. h. hier klafft aktuell zwischen wissenschaftlicher Evidenz und therapeutischer Praxis eine Lücke. Aus diesem Grund evaluieren wir (Studie unter real-life Bedingungen), in wie weit die Patienten (in Abhängigkeit von z. B. Alter, Geschlecht, Entität, Gesundheitszustand) von der onkologischen Bewegungstherapie an Geräten profitieren. Zusätzlich werden Zwischenfälle beim Training systematisch erfasst und ausgewertet, so dass (sofern erfoderlich) Maßnahmen ergriffen werden können, die das Training sicherer machen.

Studiendesign: Interventionsstudie inklusive Fragebogen- und Funktionalitätserhebung vor und nach Abschluss einer 12-wöchigen Intervention (prospektive Längsschnittstudie)

Finanzierung: Diese Studie wird gefördert durch die Benefizaktion "Hand in Hand für Norddeutschland" und die Krebsgesellschaft M-V.

Heimtraining für Patienten mit Kopf-Hals-Tumoren - OSHO #94

Titel: Individuelles Heimtraining für Patienten mit Kopf-Halstumoren – eine multizentrische Studie zur Verbesserung der Lebensqualität - (HeiKo-Studie) OSHO #94

Projektleitung: Dr. phil. Sabine Felser, stellvertretend OÄ Dr. med. Christina Große-Thie

Kooperationspartner:

  • Klinik und Poliklinik für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde, Kopf- und Halschirurgie, UMR (Ansprechpartner: Dr. Daniel Strüder)
  • Klinik und Poliklinik für Mund-, Kiefer- und Plastische Gesichtschirurgie, UMR (Ansprechpartner: Dr. med. Jan Liese)
  • Studienzentrale der Klinik III, Hämatologie, Onkologie und Palliativmedizin, UMR (Leiterin: Dr. med. Brigitte Kragl)
  • Institut für Biostatistik und Informatik in Medizin und Alternsforschung (IBIMA) der UMR (Ansprechpartnerin: PD Dr. Änne Glass)
  • Helios Kliniken Schwerin (Ansprechpartner: N.N.)
  • Universitätsmedizin Halle (Saale) / Krukenberg-Krebszentrum Halle (Ansprechpartnerin: PD Dr. med. Haifa Kathrin Al Ali)
  • Ernst von Bergmann Klinikum Potsdam (Ansprechpartner: PD Dr. med. Philipp Hemmati)
  • Städtisches Klinikum Dresden (Ansprechpartner: Dr. med. Harald Schmalenberg)
  • Universitätsklinikum Leipzig (Ansprechpartner N.N.)

Ethikvotum: A 2020-0243

Rekrutierung: 01/2021 – 12/2021

Entitäten: Kopf-Hals-Tumore

Voraussetzung(en):

  • Patienten mit Tumorerkrankung im Mund-, Kiefer-, Gesichts- und Halsbereich in der Nachsorge, mind. 4 Monate nach antineoplastischer Therapie (Radiatio, Chirurgie, Chemo- oder Immuntherapie) bzw. nach Abschluss der Anschlussheilbehandlung
  • Alter ≥ 18 Jahre,
  • gehfähig ohne Gehilfe
  • beherrschen der deutschen Sprache in Wort und Schrift,
  • Patient muss körperlich und psychosozial dazu in der Lage sein, an der Studie teilzunehmen (ärztliche Einschätzung)

Hintergrund und Ziel der Studie: Patienten mit Tumorerkrankung im Mund-, Kiefer-, Gesichts- und Halsbereich leiden oft aufgrund der Lage des Tumors und der intensiven lokalen Therapieverfahren an einer hohen chronischen Symptombelastung, welche die Lebensqualität beeinträchtigt. Es gibt starke Belege für die Vorteile von körperlicher Aktivität in Bezug auf die Symptomlinderung und den Ausgleich von Funktionsstörungen. So kann durch körperliche Aktivität die Körperzusammensetzung, die muskuläre Fitness, Schmerzen, die Flexibilität und die Lebensqualität positiv beeinflusst werden. Aus Befragungen ist bekannt, dass viele Kopf-Hals-Tumor-Patienten ein Training zu Hause, allein und mit moderater Intensität bevorzugen. In dieser Studie soll die Machbarkeit/Durchführbarkeit sowie die Effekte eines individuellen Heimtrainings auf verschiedenen Graden der Lebensqualität untersucht werden.

Studiendesign: einarmige prospektive Längsschnittstudie, multizentrische Interventionsstudie inklusive Fragebogen- und Funktionsdiagnostik vor und nach Abschluss einer 12-wöchigen Intervention sowie 3 Monate Follow Up

Finanzierung: Diese Studie wird gefördert durch die Ostdeutsche Studiengruppe Hämatologie und Onkologie e. V. (OSHO).

Studienprotokoll: