Aktuelle Studien

The AMBeR eRehab study

Titel: Digitalisierung der Krebsrehabilitation während und nach der systemischen Behandlung. Machbarkeitsprüfung der Umsetzung in den südlichen Ostseeanrainerstaaten (AMBeR eRehab Studie)

Projektleitung: Prof. Dr. med. Christian Junghanß, Dr. phil. Sabine Felser

Kooperationspartner: Die Studie ist Teil des vom Interreg-Südostseeprogramm finanzierten Projekts "AMBeR" (Advanced Modelling of Baltic cancer e-caRe). Insgesamt sind sieben Partner aus fünf Ländern beteiligt, die in fünf verschiedenen Arbeitsgruppen zusammenarbeiten. Neben der UMR sind die folgenden vier der sieben Projektpartner  an dieser Studie beteiligt:

  • Zealand University Hospital, Denmark
  • Ängelholm Hospital, Region Scania, Sweden
  • University Clinical Center Gdansk, Poland
  • Klaipėda University, Lithuania

Registrierung:NCT06768918

Ethikvotum: A 2024-0150

Rekrutierung: 09/2024 - 03/2026

Entitäten: keine Einschränkungen

Voraussetzung(en):

  • ≥18 Jahre
  • Gesicherte Diagnose ”bösartige Neubildung” (IDC: C00* - C97*)
  • hinreichende Deutschkenntnisse
  • Arm 1 (early rehab): Teilnehmer, die eine systemische Immun-/Chemotherapie mit einer geplanten Behandlungsdauer von ≥8 Wochen ab Einschluss erhalten. Die Rekrutierung sollte zum frühestmöglichen Zeitpunkt erfolgen, vorzugsweise innerhalb von 4 Wochen nach Beginn der Behandlung.
  • Arm 2 (rehab@home): max. 6 Monate nach Abschluss einer Chemotherapie oder Patienten unter Langzeittherapie

Hintergrund und Ziel der Studie: Die steigenden Überlebensraten bei Krebspatient:innen haben dazu geführt, dass die körperliche Rehabilitation in der Nachsorge immer wichtiger wird. Physikalische Rehabilitation spielt eine wichtige Rolle in der Krebsbehandlung, da sie die Lebensqualität, die funktionellen Fähigkeiten und die Teilhabe am Alltagsleben verbessert. Physikalische Rehabilitation während der primären, neoadjuvanten oder adjuvanten onkologischen Behandlung könnte den Verlust von Muskelkraft verhindern, die körperliche Fitness erhalten oder sogar verbessern und akute Toxizitäten der Chemotherapie wie Müdigkeit, periphere Neuropathien und Übelkeit lindern. Oft sind die Patient:innen jedoch nicht in der Lage, an einer solchen Maßnahme teilzunehmen, weil ihnen die Ressourcen, die soziale Unterstützung, die Entfernung zu einer Einrichtung, ein straffer Behandlungsplan und der Umgang mit Neben- oder Spätfolgen der Behandlung im Wege stehen. Studien deuten darauf hin, dass es sozioökonomische Ungleichheiten bei der Teilnahme an Rehabilitationsangeboten gibt. Ein Grund dafür könnte die Ländlichkeit bestimmter Regionen sein, die die Patient:innen viele Ressourcen, z. B. für den Transport, kostet. Andere Gründe können fehlende Ressourcen für die Teilnahme sein, sowohl in zeitlicher Hinsicht als auch in Bezug auf die psychischen, physischen und sozialen Anforderungen. Digitale Lösungen können dazu beitragen, viele dieser Hindernisse zu beseitigen und eine "Präzisionsrehabilitation" zu ermöglichen. Das Hauptziel dieser Studie ist es, Erkenntnisse über die erfolgreiche Umsetzung der körperlichen Fernrehabilitation bei Krebspatienten während und nach einer systemischen Krebsbehandlung zu gewinnen.

Studiendesign: multinationale, prospektive, einarmige Längsschnittstudie (Machbarkeitsstudie)

Finanzierung: EU; Interreg South Baltic Programme 2021-2027

Flyer zur Studie:

(Zwischen)Ergebnisse: