Abgeschlossene Studien

Pilotstudie Kopf-Hals-Tumore

Titel: Einfluss einer 12-wöchigen Trainingsintervention auf die Lebensqualität und Funktionalität von Langzeitüberlebenden mit Mund-, Kiefer- Gesichts- und Halstumoren

Projektleitung: OÄ Dr. med. Christina Große-Thie, stellvertretend Dr. phil. Sabine Felser

Ethikvotum: A 2018-0153

Rekrutierung: 08/2018 – 02/2019

Entitäten: Mund-, Kiefer-, Gesichts- und Halstumoren

Hintergrund und Ziel der Studie: Viele Kopf-Halstumor-Überlebende leiden an einer Vielzahl von Krebs- und behandlungsbedingten Nebenwirkungen wie Sprach-, Kau-, Schluckstörungen, Lymphödem, Gewichtsverlust, Muskelschwund, Müdigkeit, chemotherapieinduzierte periphere Neuropathie, Schmerzen sowie Bewegungseinschränkungen im Schultergürtel. Die zahlreichen akuten und chronischen Nebenwirkungen führen zu einer Beeinträchtigung der Lebensqualität.

Die Bewegungstherapie stellt eine wichtige Säule in der Rehabilitation dar, denn Studien belegen, dass der Umfang der physischen Aktivität einen signifikanten Einfluss auf das Wohlbefinden, die Lebensqualität und die Fatigue bei Überlebenden mit Kopf-Hals-Tumoren hat. Viele der bisher durchgeführten Studien mit Kopf-Halstumor-Patienten wurden an Geräten durchgeführt, auf die Patienten normalerweise nicht zurück greifen können (z. B. spezielle Krafttrainingsgeräte). Zudem mussten die Teilnehmer in spezielle Therapieeinrichtungen gelangen, um an den Interventionen teilzunehmen. Aus Umfragen ist bekannt, dass viele Kopf-Halstumor-Überlebende ein Training zu Hause, allein und mit mittlerer Intensität bevorzugen. Folglich ist es unser Ziel, ein Trainingsprogramm zu evaluieren, welches möglichst ganzheitlich (auf physischer und psychischer Ebene) die  Lebensqualität und Funktionalität von Patienten mit Kopf-Hals-Tumoren in der Nachsorge positiv beeinflusst. Untersucht wurden die Auswirkungen der Übungen, welche mit niedriger bis mittlerer Intensität durchgeführt wurden und welche Übungen für ein unabhängiges Training zu Hause geeignet sind.

Studiendesign: Interventionsstudie

Ergebnisse:  

Preise:

  • Posterpreis der Jahrestagung der DGHO 2019

Impressionen:

Motivationsstudie

Titel: Was bringt Patienten zum Üben? Motivationslage onkologischer Patienten in Rostock und Umgebung zu sportlicher Aktivität und erforderliche Rahmenbedingungen für Sportangebote

Projektleitung: Prof. Dr. med. Christian Junghanß, stellvertretend Dr. med. Hans Lampe

Ethikvotum: A 2017-0013

Rekrutierung: 11/2017 -  06/2018

Entitäten: keine Einschränkungen

Voraussetzung(en): Männer und Frauen ≥ 18 Jahre mit Tumorerkrankung

Hintergrund und Ziel der Studie: Krebserkrankungen führen in Abhängigkeit vom Sitz des Primärtumors, dem Stadium der Erkrankung und den Therapiefolgen zu einer mehr oder weniger ausgeprägten Immobilität. Eine Metaanalyse randomisierter kontrollierter Interventionsstudien belegt, dass durch gezielte Trainingsinterventionen sowohl die Funktionalität wie auch die Lebensqualität von Krebspatienten verbessert werden können, wobei die Effekte bei betreuten Interventionen größer sind als bei Heimtrainingsprogrammen.

Krebssportgruppen stellen eine Möglichkeit für Krebspatienten dar, gezielte Sport- und Bewegungsangebote zu erfahren. Mittlerweile existieren deutschlandweit mehr als 1.000 solcher Gruppen. Im Flächenland Mecklenburg-Vorpommern gibt es lediglich vier Trainingsgruppen im gesamten Bundesland. Folglich sollte der systematische Aufbau von Krebssportgruppen in M-V ein übergeordnete Ziel der nächsten Jahre sein.

Da regelmäßiges trainieren stark von der Motivation jedes Einzelnen abhängt, wurde eine Befragung von onkologischen Patienten in Rostock durchgeführt. Hierbei wurden u. a. das Stadium der Motivation, die Sportvergangenheit der Patienten, erforderliche Rahmenbedingungen für Krebssportgruppen aus Sicht onkologischer Patienten und die Begleiterkrankungen / Nebenwirkungen der Therapie erfragt.

Studiendesign: Fragebogenstudie

Ergebnisse: