Abgeschlossene Studien

Ängste und unerwünschte Ereignisse beim Sport bei Patienten mit MPN - OSHO #106

Titel: Ausgeübte Sportarten, Ängste und unerwünschte Ereignisse beim Sport bei Patienten mit Myeloproliferativen Neoplasien (OSHO #106)

Projektleitung: Dr. phil. Sabine Felser, stellvertretend Prof. Dr. med. Christian Junghanß

Kooperationspartner:

  • Rostocker Institut für Sozialforschung und gesellschaftliche Praxis e.V.
    (ROSIS) (Ansprechpartnerin: Marén Wins, M.A.)
  • MPN-Selbsthilfenetzwerke D, AUT, CH
  • regionale und überregionale Kliniken/Praxen im Einzugsbereich der Ostdeutschen Studiengruppe Hämatologie und Onkologie (OSHO e. V.)

Registrierung: DRKS00035015

Ethikvotum: A 2024-0147

Rekrutierung: 09/24 bis 03/25

Entitäten: MPN ohne CML

Voraussetzung(en):

  • Alter >18 Jahre
  • Sportlich aktiv (auch regelmäßige Spaziergänge)

Hintergrund und Ziel der Studie: In der OSHO #97-Studie wurde das Bewegungsverhalten von Patienten mit Myeloproliferativen Neoplasien (MPN) untersucht. Die Ergebnisse brachten zum Vorschein, dass fast die Hälfte aller MPN-Patienten bei körperlicher Aktivität, speziell beim Sport, Angst vor Ereignissen, wie bspw. Blutungen, Thrombosen, Hautreaktionen etc. hat. Die Analysen zeigten außerdem, dass Patienten, welche Ängste haben, sich häufiger vorsichtiger und in der Folge weniger bewegen. Da der Anteil MPNPatienten die angaben Hautreaktionen, eine erhöhte Blutungsneigung und/oder vergrößerte Milz zu haben, in den Gruppen der sportlich aktiven und den Inaktiven vergleichbar war, lässt sich schließen, dass trotz dieser Symptome Sport möglich ist. Um bislang sportlich inaktiven
MPN-Patienten den Einstieg in das Training zu erleichtern und potentielle Ängste zu nehmen, soll in einer Folgestudie evaluiert werden,
(1.) welche Sportarten/ Bewegungsformen von MPN-Patienten
(2.) in welchem Umfang (Häufigkeit und Dauer) und in welcher Form (supervised vs. unsupervised) betrieben werden und
(3.) welche Erfahrungen es in Bezug auf unerwünschte Ereignisse (Adverse Events, AEs) im Zusammenhang mit dem Sport (z. B. Hautreaktionen) gibt.
(4.) Die Ergebnisse könnten dazu dienen, die erstmals von uns erarbeiteten Trainingsempfehlungen für Patienten mit Polycythemia Vera zu konkretisieren und die Trainingsempfehlungen für andere Philadelphia-Chromosom-negative MPN zu erweitern.

Studiendesign: Mixed Methods, multizentrische Fragebogenstudie (Querschnittsanalyse) inkl. Interviews

Finanzierung: Diese Studie wird gefördert durch die Ostdeutsche Studiengruppe für Hämatologie und Onkologie (OSHO e. V.)

Flyer zur Studie:

Ergebnisse:

Onkologische Bewegungstherapie an Geräten unter real-life Bedingungen

Titel: Auswirkungen einer Onkologischen Bewegungstherapie an Geräten auf die Lebensqualität onkologischer Patienten

Projektleitung: Dr. phil. Sabine Felser

Registrierung:DRKS00023912

Ethikvotum: A 2020-0211

Rekrutierung: 04/2021 – 12/2024

Entitäten: keine Einschränkungen

Voraussetzung(en):

  • Männer und Frauen ≥ 18 Jahre,
  • aktuell oder in der Vergangenheit mind. eine endstellig kodierte Diagnose gemäß ICD: C00* - C97* Bösartige Neubildungen oder D47* sonstige Neubildungen
  • Patient muss körperlich und psychosozial dazu in der Lage sein, an dem Versorgungsmodell teilzunehmen (Unbedenklichkeitsbescheinigung vom geschulten Arzt)

Hintergrund und Ziel der Studie: Bei der onkologischen Bewegungstherapie an Geräten (analog der OTT®) erfolgt die Trainingsplanung (u. a. Festlegung der Trainingsinhalte, Intensitäten) anhand eines  nebenwirkungsorientierten Ansatzes, basierend auf dem aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen (Evidenzbasiert). Zu berücksichtigen ist dabei, dass viele Studien entitätsspezifisch durchgeführt wurden und die Aussagen kaum entitätsübergreifend interpretiert werden können. Die OTT® soll aber möglichst allen Krebspatienten als bewegungstherapeutische Behandlung zur Verfügung gestellt werden. Zudem wird in der Regel in der Rehabilitation entitätsübergreifend gearbeitet. D. h. hier klafft aktuell zwischen wissenschaftlicher Evidenz und therapeutischer Praxis eine Lücke. Aus diesem Grund evaluieren wir (Studie unter real-life Bedingungen), in wie weit die Patienten in Abhängigkeit von z. B. Alter, Geschlecht, Entität, Gesundheitszustand von der OTT® profitieren. Zusätzlich werden Zwischenfälle beim Training systematisch erfasst und ausgewertet, so dass (sofern erfoderlich) Maßnahmen ergriffen werden können, die das Training sicherer machen.

Studiendesign: Interventionsstudie inklusive Fragebogen- und Funktionalitätserhebung vor und nach Abschluss einer 24 Trainingseinheiten umfassenden Intervention (prospektive Längsschnittstudie)

Finanzierung: Der Aufbau und die Implementierung der Hämatologischen und Onkologischen Trainingstherapie (HOT) wurden gefördert durch die Benefizaktion "Hand in Hand für Norddeutschland", die Krebsgesellschaft M-V (07/2020 - 06/2024) und die Sparda-Bank Berlin (seit 2024).

(Zwischen)Ergebnisse:

Preise:

  • Posterpreis der Jahrestagung der DGHO 2024

 

Evaluierung der Sportangebote des Vereins „IN|FORM e. V." - STEP-Studie

Evaluierung der Sportangebote des Vereins „IN|FORM e. V."

Titel: Sport bei Krebs zur Verbesserung des physischen und psychischen Wohlbefindens – Evaluierung der Sportangebote des Vereins „IN|FORM – Sport und Bildung in der Medizin e.V.“ (STEP-Studie)

Projektleitung: Dr. phil. Sabine Felser

Registrierung: DRKS00032458

Ethikvotum: A 2023-0147

Rekrutierung: abgeschlossen

Entitäten: keine Einschränkungen

Voraussetzung(en):

  • ≥ 18 Jahre
  • Mitgliedschaft im Verein „IN|FORM e.V.“
  • Hinreichende Deutschkenntnisse

Hintergrund und Ziel der Studie: Zahlreiche Studienergebnisse belegen, dass körperliche Aktivität im Allgemeinen und gezielte Bewegungstherapien im Speziellen bei Patienten mit hämatologischen Erkrankungen und Krebspatienten positive Effekte haben. Dazu zählen u. a. die Linderung krankheits- und therapie-assoziierter Symptome (z. B. Fatigue, Schlafstörungen, Depression), die Verbesserung der physischen, psychischen und kognitiven Leistungsfähigkeit, die Senkung der Mortalität sowie die Verbesserung der Lebensqualität. Durch die Verbreitung dieses Wissens ist die Motivation von Krebspatienten Sport zu treiben gestiegen. Jedoch finden viele Patienten in und um Rostock keine adäquaten Bewegungsangebote. Gründe hierfür sind u. a., dass kaum spezifische Krebssportgruppen in Rostock vorhanden sind, dass Übungsleiter in Sportvereinen keine oder zu wenig Erfahrung im Umgang mit Krebspatienten und ihren spezifischen Bedürfnissen haben oder schlichtweg die Kapazitäten nicht vorhanden sind. Um die Lücke fehlender angeleiteter Sportangebote zu schließen, wurde der gemeinnützige Verein „IN|FORM – Sport und Bildung in der Medizin“ gegründet. Ziel des Vereins ist es u. a. Bewegungsangebote für Menschen mit und nach einer Krebserkrankung sowie zur Krebsprävention aufzubauen und diese zu verstetigen. Eine Verstetigung der Trainingskurse setzt voraus, dass alle dafür anfallenden Ressourcen (u. a. Miete, Übungsleiter-Honorare), durch Einnahmen, u.a. Mitgliedsbeiträge, abgedeckt werden. Ob dies gelingt, wird in einer 2-jährigen Aufbauphase evaluiert. Zudem werden die Effekte des Trainings auf den Gesundheitszustand sowie die körperliche Fitness der Mitglieder evaluiert. In der Evaluation werden alle Mitglieder des Vereins, unabhängig vom Vorliegen einer Krebserkrankung berücksichtigt.

Studiendesign: einarmige prospektive Längsschnittstudie (Begleitstudie)

Finanzierung: Die Studie wird finanziert aus Drittmitteln der Klinik III (Hämatologe, Onkologie, Palliativmedizin) der UMR.

Erfassung von Vitaldaten mittels Smartwatch bei Patienten mit Kopf-Hals-Tumoren

Titel: „Erfassung von Vitaldaten mittels Smartwatch bei Patienten mit Kopf-Hals-Tumoren – eine Machbarkeitsstudie“ (MOVE-1)

Projektleitung: Dr. phil. Sabine Felser, stellvertretend OÄ Dr. med. Ursula Kriesen

Kooperationspartner:

  • Institut für Community Medicine, Abt. Präventionsforschung und Sozialmedizin, Universitätsmedizin Greifswald (Prof. Dr. Sabina Ulbricht)
  • Mittelstand-Digitalzentrum Rostock, Stabsstelle ärztlicher Vorstand, UMR (Dipl.Inf. Susanne Fischer)
  • Klinik und Poliklinik für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde, Kopf- und Halschirurgie, „Otto Körner“, UMR, (OA Dr. med. Daniel Strüder)

Registrierung: DRKS00032658

Ethikvotum: A 2023-0149

Rekrutierung: 05-11/2024

Entitäten: Kopf-Hals-Tumore

Voraussetzung(en):

  • Patient*innen mit Tumorerkrankung im Mund-, Kiefer-, Gesichts und Halsbereich unter antineoplastischer oder palliativer Therapie (Radiatio, Chirurgie, Chemo- oder Immuntherapie) oder in der Nachsorge
  • ≥ 18 Jahre
  • Deutsche Sprachkenntnisse
  • Patient*in muss in der Lage sein, die in der Studie notwendigen Aufgaben durchzuführen

Hintergrund und Ziel der Studie: Trotz hinreichender Evidenz für die Vorteile von körperlicher Aktivität in Bezug auf die Körperzusammensetzung, die muskuläre Fitness, die Beweglichkeit, Schmerzlinderung und die Verbesserung der Lebensqualität für Patient*innen mit Kopf-Hals-Tumoren, belegen eigene wie auch  internationale Studienergebnisse, dass diese Patientkohorte unzureichend körperlich aktiv ist und nur schwer für die Teilnahme an Sport- und Bewegungsinterventionen zu gewinnen ist. Zudem überschätzen viele Patient*innen mit Kopf-Hals-Tumoren ihr Bewegunsgverhalten. Mit dem Ziel zukünftig mehr Patient*innen mit Kopf-Hals-Tumoren zu regelmäßiger körperlicher Aktivität zu motivieren, soll im Rahmen dieser Studie der Einsatz von Wearables in Form einer Smartwatch getestet werden. Diese bieten im Vergleich zu einem Aktimeter (Beschleunigungssensor) mehrere Vorteile, u.a. dass
1. der tatsächliche Bewegungsumfang (z. B. die Schrittzahl, gegangene oder mit dem Rad gefahrene Kilometer) für den Nutzer direkt sichtbar ist,
2. neben dem Bewegungsumfang auch Vitalparameter (z. B. Herz- und Atemfrequenz, Hauttemperatur) objektiv erfasst werden können. Diese Vitalparameter können, speziell bei Patienten mit schlechter körperlicher Fitness, zusätzliche Informationen zur tatsächlichen Belastungsintensität liefern. Dies wiederum kann genutzt werden, um ein gezieltes Training zu planen bzw. zu steuern, um adequate Trainingsreize setzten zu können ohne die Patienten zu überfordern.

Studiendesign: prospektive Querschnittsstudie

Finanzierung: Diese Studie wurde gefördert durch das Comprehensive Cancer Center M-V (CCC-MV) im Rahmen des "PUSH-Programms"

(Zwischen)Ergebnisse:

 

Effekte eines Heimtraining bei Patienten mit Kopf-Hals-Tumoren - OSHO #94

Titel: Individuelles Heimtraining für Patienten mit Kopf-Halstumoren – eine multizentrische Studie zur Verbesserung der Lebensqualität - (HeiKo-Studie) OSHO #94

Projektleitung: Dr. phil. Sabine Felser

Kooperationspartner:

  • Klinik und Poliklinik für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde, Kopf- und Halschirurgie, UMR (Ansprechpartner: Dr. Daniel Strüder)
  • Institut für Biostatistik und Informatik in Medizin und Alternsforschung (IBIMA) der UMR (Ansprechpartnerin: PD Dr. Änne Glass)
  • Universitätsmedizin Halle (Saale) / Krukenberg-Krebszentrum Halle (Ansprechpartnerin: PD Dr. med. Haifa Kathrin Al Ali)
  • Universitätsmedizin Greifswald, Klinik und Poliklinik für Hals-, Nasen-, Ohrenheilkunde, Kopf- und Halschirurgie (Ansprechpartnerin: Prof. Dr. med. Chia-Jung Busch)

Registrierung:DRKS00023883

Ethikvotum: A 2020-0243

Rekrutierung: 01/2021 - 05/20224

Entitäten: Kopf-Hals-Tumore

Voraussetzung(en):

  • Patienten mit Tumorerkrankung im Mund-, Kiefer-, Gesichts- und Halsbereich in der Nachsorge (nach antineoplastischer Therapie bzw. nach Abschluss der Anschlussheilbehandlung), Palliativpatienten unter stabiler Remission unter Immuntherapie
  • Alter ≥ 18 Jahre

Hintergrund und Ziel der Studie: Patienten mit Tumorerkrankung im Mund-, Kiefer-, Gesichts- und Halsbereich leiden oft aufgrund der Lage des Tumors und der intensiven lokalen Therapieverfahren an einer hohen chronischen Symptombelastung, welche die Lebensqualität beeinträchtigt. Es gibt starke Belege für die Vorteile von körperlicher Aktivität in Bezug auf die Symptomlinderung und den Ausgleich von Funktionsstörungen. So kann durch körperliche Aktivität die Körperzusammensetzung, die muskuläre Fitness, Schmerzen, die Flexibilität und die Lebensqualität positiv beeinflusst werden. Aus Befragungen ist bekannt, dass viele Kopf-Hals-Tumor-Patienten ein Training zu Hause, allein und mit moderater Intensität bevorzugen. In dieser Studie soll die Machbarkeit/Durchführbarkeit sowie die Effekte eines individuellen Heimtrainings auf verschiedenen Graden der Lebensqualität untersucht werden.

Studiendesign: einarmige prospektive Längsschnittstudie, multizentrische Interventionsstudie inklusive Fragebogen- und Funktionsdiagnostik vor und nach Abschluss einer 12-wöchigen Intervention sowie 3 Monate Follow Up

Finanzierung: Diese Studie wird gefördert durch die Ostdeutsche Studiengruppe Hämatologie und Onkologie e. V. (OSHO).

Studienprotokoll:

Ergebnisse:

Einfluss mentaler Ermüdung auf den Gang - CrF-Gait-Studie

Titel: Akute Effekte mentaler Ermüdung auf die Gangleistung und präfrontale Oxygenierung bei hämato- und onkologischen Patienten in Abhängigkeit von der Cancer-related Fatigue (CrF-Gait-Studie)

Projektleitung: Dr. phil. Sabine Felser, stellvertretend OÄ Dr. med. Christina Große-Thie

Kooperationspartner:

  • Institut für Sportwissenschaft, Universität Rostock (Prof. Dr. phil. Sven Bruhn)
  • Institut III – Bereich Sportwissenschaft, Lehrstuhl Gesundheit und körperliche Aktivität, OvGU Magdeburg (Dr. rer. hum. Martin Behrens)

Registrierung: DRKS00025549

Ethikvotum: A 2021-0065

Rekrutierung: 10/2021 – 02/2023 

Entitäten: keine Einschränkungen

Voraussetzung(en):

  • Alter zwischen 60 – 80 Jahre
  • ambulante Patienten mit einer gesicherten Diagnose ICD: C00* - C97* und D47* (während oder nach Therapie, chronische Erkrankungen)
  • gehfähig ohne Gehhilfe
  • beherrschen der deutschen Sprache in Wort und Schrift
  • Patient muss körperlich und psychosozial in der Lage sein, an der Studie teilzunehmen (ärztliche Einschätzung)
  • MMSE ≥ 24
  • Allgemein: die Erfüllung der Voraussetzungen wird für jeden Patienten, der sich meldet, vom Studienteam überprüft.

Hintergrund und Ziel der Studie: Das Gehen ist für die Alltagsaktivität von immenser Bedeutung und ein sensitiver Indikator für den allgemeinen Gesundheitszustand und die Lebensqualität (QoL). Kommt es durch Erkrankungen zu Einschränkungen des Gangs und der Gleichgewichtskontrolle, kann dies enorme Folgen haben. Alters- und/oder pathologisch bedingte kognitive und physiologische Einschränkungen sind mit einer verschlechterten Gangleistung assoziiert, die wiederum mit einer erhöhten Sturzgefahr einhergeht.

Menschen mit Erkrankungen des blutbildenden Systems oder Krebserkrankungen könnten prädisponiert für Stürze sein, weil krebs- und behandlungsbedingte Nebenwirkungen praktisch alle Systeme des Körpers betreffen. Schmerzen, Muskelschwäche, seh- und kognitive Beeinträchtigungen, Gleichgewichts- und Gehschwierigkeiten können auftreten, während eine Person therapiert wird, oder sich erst Jahre nach Abschluss der Behandlungen entwickeln. Darüber hinaus leiden die Betroffenen häufig unter Erschöpfung und Müdigkeit/Abgeschlagenheit (cancer-related Fatigue – CrF).  CrF schränkt die kognitive und physische Leistungsfähigkeit vieler Betroffener deutlich ein und führt zu einer verminderten Lebensqualität. Aktuell gibt es keine Kenntnis darüber, ob und inwieweit krankheits- und therapieassoziierte Nebenwirkungen, wie eine CrF, Einfluss auf die Gangleistung und damit auf die Sturzanfälligkeit bei hämato- und onkologischen Patienten haben. Folglich gibt es zum jetzigen Zeitpunkt auch keine speziellen Trainingsprogramme zur Sturzprävention für diese Patienten, die über die klassischen Übungsinhalte zur Sturzprävention (für ältere Menschen) hinausgehen. Diese (Wissens-)Lücke möchten wir schließen.

Studiendesign: zweiarmige randomisierte kontrollierte crossover Studie

Finanzierung: Diese Studie wurde mit dem Forschungspreis der Krebsgesellschaft M-V 2021 ausgezeichnet. Die Finanzierung des Ganganalysesystems OptoGait erfolgte aus Drittmitteln des Projektes „Bewegungstherapie während und nach der Krebstherapie - ein Projekt zur Stärkung der Lebensqualität“ gefördert durch die Krebsgesellschaft M-V e. V.

Flyer zur Studie:

Körperliche Aktivität bei Patienten mit Kopf-Hals-Tumoren

Titel: "Umfang und Intensität körperlicher Aktivität bei Patient*innen mit Kopf-Hals-Tumoren" (Aktimeter-Studie)

Projektleitung: Dr. phil. Sabine Felser, stellvertretend OÄ Dr. med. Christina Große-Thie

Kooperationspartner:

  • Institut für Community Medicine, Abt. Präventionsforschung und Sozialmedizin, Universitätsmedizin Greifswald (Prof. Dr. Sabina Ulbricht)
  • Klinik und Poliklinik für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde, Kopf- und Halschirurgie, „Otto Körner“, UMR, (Dr. med. Daniel Strüder)
  • Klinik und Poliklinik für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde, Kopf- und Halschirurgie, Universitätsmedizin Greifswald (Prof. Dr. med. Chia-Jung Busch)

Registrierung: DRKS00028062

Ethikvotum: A 2021-0248

Rekrutierung: 01/2022 – 09/2022

Entitäten: Kopf-Hals-Tumore

Voraussetzung(en):

  • ambulante Patient*innen mit Tumorerkrankung im Mund-, Kiefer-, Gesichts und Halsbereich unter antineoplastischer oder palliativer Therapie (Radiatio, Chirurgie, Chemo- oder Immuntherapie) oder in der Nachsorge
  • gehfähig
  • Deutsche Sprache in Wort und Schrift
  • Patient*nnen müssen körperlich und psychosozial in der Lage sein, an der Studie teilzunehmen.
  • Allgemein: Die Erfüllung der Voraussetzungen wird für jeden Patienten vom Studienteam überprüft.

Hintergrund und Ziel der Studie: Derzeit laufende multizentrische Studien zeigen, dass es nicht einfach ist, Patient*innen mit Kopf-Hals-Tumoren für die Teilnahme an Sport- und Bewegungsinterventionen zu gewinnen. Es besteht bislang wenig Wissen dazu, wie diese Angebote inhaltlich ausgestaltet sein sollten, damit sie möglichst langfristig von Patient*innen in ihrem Lebensalltag umgesetzt werden. Ein erster Schritt besteht folglich darin, Erkenntnisse zu gewinnen, in welchem Umfang und mit welcher Intensität diese Patient*innengruppe körperlich aktiv ist.

Da Studien zeigen, dass Fragebögen zur subjektiven Beurteilung des Bewegungsumfangs und der Intensität nicht geeignet sind, um valide Werte abzubilden, wird in dieser Studie mittels Akzelerometrie die körperliche Aktivität sowie die inaktiv verbrachte Zeit über 7 Tage, in der Zeit zwischen dem Aufstehen und dem Zubettgehen, erfasst.

Studiendesign: multizentrische prospektive Querschnittsstudie

Finanzierung: Diese Studie wird gefördert durch den Verbund Norddeutscher Universitäten im Rahmen der Ausschreibung "Impuls Forschung".

Ergebnisse:

Bewegungsverhalten von MPN- und Mastozytose Patienten - OSHO #97

Titel: Körperliches Wohlbefinden und Bewegungsverhalten von Patientinnen und Patienten mit Myeloproliferativen Neoplasien (MPN) oder Mastozytose - OSHO #97

Projektleitung: Dr. phil. Sabine Felser, stellvertretend Prof. Dr. med. Christian Junghanß

Registrierung:DRKS00023698

Ethikvotum: A 2020-0274

Rekrutierung: MPN: 01/2021 – 09/2021; Mastozytose 03/2021 - 12/2022

Entitäten: Myeloproliferativen Neoplasien (MPN) und Mastozytose

Voraussetzung(en):

  • Patientinnen/Patienten mit diagnostizierter MPN- oder Mastozytose
  • Alter ≥ 18 Jahre,
  • beherrschen der deutschen Sprache in Wort und Schrift,
  • körperliche und kognitive Leistungsfähigkeit einen Fragebogen auszufüllen (ca. 10 min)

Hintergrund und Ziel der Studie: Bösartige Erkrankungen an sich und ihre Behandlung führen zu einer Reduktion der körperlichen und geistigen Leistungsfähigkeit. Um dieser Abnahme entgegenzuwirken, gibt es spezielle Bewegungsempfehlungen für Krebspatienten. Diese Empfehlungen basieren auf den Ergebnissen zahlreicher Studien, welche belegen, dass durch gezielte Trainingsmaßnahmen sowohl die Funktionalität wie auch die Lebensqualität von Krebspatienten/innen verbessert werden können. Allerdings liegen nicht für alle Arten von Krebserkrankungen (Entitäten) umfangreiche Studien vor, so dass viele Empfehlungen auf Untersuchungsergebnissen basieren, welche insbesondere mit Patienten/innen mit Brust-, Prostata- und Dickdarmkrebs durchgeführt wurden. Aufgrund unterschiedlicher krankheits- und therapiebedingter Symptome und Nebenwirkungen in Abhängigkeit der Entität sollten, um (schwere) Zwischenfälle zu vermeiden, Trainingsinhalte und Belastungsnormativa möglichst individuell festgelegt werden.
Zu den Entitäten, bei denen die Anzahl publizierter Studien hinsichtlich der Effekte körperlicher Aktivität auf die Lebensqualität und die Symptomlast recht überschaubar ist, zählen die Myeloproliferativen Neoplasien (MPN) und die Mastozytose. Bei beiden Erkrankungen handelt es sich um chronische Erkrankungen, die derzeit nicht medikamentös geheilt werden können. Folglich sind die Betroffenen ein Leben lang symptombelstet. Um zukünftig auch diesem Patientenkollektiv effektive und sichere Trainingskonzepte zur Verfügung zu stellen, bedarf es zuvor einer Analyse der Voraussetzungen (Interesse, Motivation), Probleme (z. B. Nebenwirkungen) und Bedarfe.

Studiendesign: multizentrische Fragebogenstudie (Querschnittsanalyse)

Finanzierung: Diese Studie wird gefördert durch die Ostdeutsche Studiengruppe für Hämatologie und Onkologie (OSHO e. V.)

Ergebnisse:

Thema: Bewegungsverhalten und Informationsbedarf von MPN-Patienten

Thema: Zusammenhang zwischen cancer related fatigue und Stürze

Thema: Trainingempfehlungen für CML-Patienten

Thema: Trainingsempfehlungen für PV-Patienten

Thema: Systemische Mastozytose

Preise:

  • 2 Posterpreise der Jahrestagung der DGHO 2022

 

Effekte eines Gruppentrainings bei Patienten mit Kopf-Hals-Tumoren

Titel: Einfluss einer 12-wöchigen Trainingsintervention auf die Lebensqualität und Funktionalität von Langzeitüberlebenden mit Mund-, Kiefer- Gesichts- und Halstumoren

Projektleitung: OÄ Dr. med. Christina Große-Thie, stellvertretend Dr. phil. Sabine Felser

Ethikvotum: A 2018-0153

Rekrutierung: 08/2018 – 02/2019

Entitäten: Mund-, Kiefer-, Gesichts- und Halstumoren

Hintergrund und Ziel der Studie: Viele Kopf-Halstumor-Überlebende leiden an einer Vielzahl von Krebs- und behandlungsbedingten Nebenwirkungen wie Sprach-, Kau-, Schluckstörungen, Lymphödem, Gewichtsverlust, Muskelschwund, Müdigkeit, chemotherapieinduzierte periphere Neuropathie, Schmerzen sowie Bewegungseinschränkungen im Schultergürtel. Die zahlreichen akuten und chronischen Nebenwirkungen führen zu einer Beeinträchtigung der Lebensqualität.

Die Bewegungstherapie stellt eine wichtige Säule in der Rehabilitation dar, denn Studien belegen, dass der Umfang der physischen Aktivität einen signifikanten Einfluss auf das Wohlbefinden, die Lebensqualität und die Fatigue bei Überlebenden mit Kopf-Hals-Tumoren hat. Viele der bisher durchgeführten Studien mit Kopf-Halstumor-Patienten wurden an Geräten durchgeführt, auf die Patienten normalerweise nicht zurück greifen können (z. B. spezielle Krafttrainingsgeräte). Zudem mussten die Teilnehmer in spezielle Therapieeinrichtungen gelangen, um an den Interventionen teilzunehmen. Aus Umfragen ist bekannt, dass viele Kopf-Halstumor-Überlebende ein Training zu Hause, allein und mit mittlerer Intensität bevorzugen. Folglich ist es unser Ziel, ein Trainingsprogramm zu evaluieren, welches möglichst ganzheitlich (auf physischer und psychischer Ebene) die  Lebensqualität und Funktionalität von Patienten mit Kopf-Hals-Tumoren in der Nachsorge positiv beeinflusst. Untersucht wurden die Auswirkungen der Übungen, welche mit niedriger bis mittlerer Intensität durchgeführt wurden und welche Übungen für ein unabhängiges Training zu Hause geeignet sind.

Studiendesign: Interventionsstudie

Ergebnisse:  

Preise:

  • Posterpreis der Jahrestagung der DGHO 2019

Impressionen:

Motivation von Krebpatienten zum Sportreiben

Titel: Was bringt Patienten zum Üben? Motivationslage onkologischer Patienten in Rostock und Umgebung zu sportlicher Aktivität und erforderliche Rahmenbedingungen für Sportangebote

Projektleitung: Prof. Dr. med. Christian Junghanß, stellvertretend Dr. med. Hans Lampe

Ethikvotum: A 2017-0013

Rekrutierung: 11/2017 -  06/2018

Entitäten: keine Einschränkungen

Voraussetzung(en): Männer und Frauen ≥ 18 Jahre mit Tumorerkrankung

Hintergrund und Ziel der Studie: Krebserkrankungen führen in Abhängigkeit vom Sitz des Primärtumors, dem Stadium der Erkrankung und den Therapiefolgen zu einer mehr oder weniger ausgeprägten Immobilität. Eine Metaanalyse randomisierter kontrollierter Interventionsstudien belegt, dass durch gezielte Trainingsinterventionen sowohl die Funktionalität wie auch die Lebensqualität von Krebspatienten verbessert werden können, wobei die Effekte bei betreuten Interventionen größer sind als bei Heimtrainingsprogrammen.

Krebssportgruppen stellen eine Möglichkeit für Krebspatienten dar, gezielte Sport- und Bewegungsangebote zu erfahren. Mittlerweile existieren deutschlandweit mehr als 1.000 solcher Gruppen. Im Flächenland Mecklenburg-Vorpommern gibt es lediglich vier Trainingsgruppen im gesamten Bundesland. Folglich sollte der systematische Aufbau von Krebssportgruppen in M-V ein übergeordnete Ziel der nächsten Jahre sein.

Da regelmäßiges trainieren stark von der Motivation jedes Einzelnen abhängt, wurde eine Befragung von onkologischen Patienten in Rostock durchgeführt. Hierbei wurden u. a. das Stadium der Motivation, die Sportvergangenheit der Patienten, erforderliche Rahmenbedingungen für Krebssportgruppen aus Sicht onkologischer Patienten und die Begleiterkrankungen / Nebenwirkungen der Therapie erfragt.

Studiendesign: Fragebogenstudie

Ergebnisse: